Tödlicher Schuss bei Dreharbeiten: Alec Baldwin möchte „Rust“-Prozess abwenden – und kritisiert angeblich voreingenommene Zeugen

Alec Baldwin erhebt deutliche Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft, die ihn wegen der „Rust“-Tragödie anklagt. Kommt er um einen Prozess herum?

Eigentlich soll Alec Baldwin im Fall der erschossenen „Rust“-Kamerafrau Halyna Hutchins (1979-2021) ab Juli dieses Jahres der Prozess gemacht werden. Dem Schauspieler wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Nun haben der Star und dessen Anwalt jedoch einen Antrag vor Gericht eingereicht, der der US-Seite „TMZ“ vorliegt und demnach schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhebt. So sei ein Großteil der vernommenen Zeugen, deren Aussagen letztendlich zu Baldwins Anklage führten, stark voreingenommen gewesen.

Alec Baldwin 21.00

Aus diesem Grund versuche Baldwin laut des Berichts nun, dem Prozess komplett zu entgehen. Mindestens sieben Zeugen seien demnach aus unterschiedlichen Gründen nicht zulässig gewesen. Drei von ihnen befänden sich auf der Gehaltsliste der Staatsanwaltschaft, zwei auf der des zuständigen Santa Fe Sheriff’s Office. Ein anderer Zeuge gehe bereits in einem anderen Zivilprozess gegen Baldwin vor und ein weiterer habe schon unmittelbar nach dem tödlichen Unfall dem Schauspieler die Schuld dafür gegebenen – obwohl besagte Person zu diesem Zeitpunkt gar nicht vor Ort gewesen sein soll.

Alec Baldwin bestreitet Ergebnis eines Gutachtens

Doch nicht nur die Zeugen werden in dem Antrag massiv kritisiert. Auch sei ein Gutachten der Staatsanwaltschaft bezüglich des Revolvers, durch den der tödliche Schuss fiel, fehlerhaft. Bislang hieß es, die Tests hätten ergeben, dass sich ohne Betätigung des Abzugs auch kein Schuss lösen könnte. Angeblich sei dies jedoch sehr wohl nachgewiesen worden – wenn sich wie am Tag des Unglücks sechs Kugeln in der Waffe befanden. Baldwin beteuert, dass er den Abzug nicht betätigt hatte und sich der Schuss von allein löste.

STERN PAID Fall Alec Baldwin. Die Tragödie spaltet die USA 15.38

Derzeit ist Baldwins Prozessbeginn wegen fahrlässiger Tötung für den 9. Juli 2024 vorgesehen. Wie bei der unlängst schuldig gesprochenen Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed (26) wird er sich – sollte es dabei bleiben – vor einem Gericht in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico zutragen.

Die Waffenmeisterin war während der Produktion des Westernfilms in New Mexico im Oktober 2021 für die Waffen zuständig, als eine von Hauptdarsteller und Koproduzent Baldwin bediente Waffe während einer Probe losging. Die Kamerafrau starb bei dem Vorfall, Regisseur Joel Souza (50) wurde verletzt. Gutierrez-Reed drohen bis zu 18 Monate Haft.

zusammenhängende Posts