Korruption: Rumänischer Bürgermeister wird ausgeliefert

Er soll aufgrund einer drohenden Haftstrafe wegen Korruption nach Bayern geflohen sein – nun wird ein rumänischer Bürgermeister an sein Heimatland ausgeliefert. Das Oberlandesgericht München habe einen Antrag auf Auslieferung am Mittwoch für zulässig erklärt, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mit.

Er soll aufgrund einer drohenden Haftstrafe wegen Korruption nach Bayern geflohen sein – nun wird ein rumänischer Bürgermeister an sein Heimatland ausgeliefert. Das Oberlandesgericht München habe einen Antrag auf Auslieferung am Mittwoch für zulässig erklärt, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag mit.

Der Bürgermeister der rumänischen Großstadt Baia Mare war den Angaben zufolge Ende November 2023 wegen Korruption zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Demnach soll er bei der Bewilligung von Fördergeldern für einen Sportverein mehrfach rechtswidrig Zahlungen für sich eingefordert haben. Noch vor Vollstreckung der Haftstrafe sei der Mann nach Deutschland geflohen und bei Verwandten untergekommen, hieß es. Nach Hinweisen zum möglichen Aufenthaltsort des Mannes ließ das bayerische Landeskriminalamt (LKA) Telefonverbindungen überwachen und observierte mehrere Gebäude. Nur wenige Tage nach der Flucht gelang es Zielfahndern des LKA demnach, den Mann Ende November 2023 in Augsburg festzunehmen.

Die Flucht und das Auslieferungsverfahren riefen den Angaben zufolge in Rumänien großes öffentliches Interesse hervor. Die Auslieferung hat demnach innerhalb von zehn Tagen zu erfolgen.

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