Landtag: Alle Fraktionen wollen frühkindliche Bildung ausbauen

In Hessens Kindergärten klaffen große personelle Lücken. Wie können sie geschlossen werden? Die Regierung verspricht mehr Geld.

Angesichts vieler Tausend fehlender Kitaplätze in Hessen haben alle fünf Fraktionen im Landtag die Bedeutung des Ausbaus der frühkindlichen Bildung betont. Die größte Oppositionsfraktion, die AfD, forderte allerdings am Mittwoch in Wiesbaden überdies, dass der Staat die elterliche Betreuung genauso finanziell unterstütze wie Kindergärten und Tageseltern. Ihr Abgeordneter Gerhard Bärsch sagte, auch zu Hause kümmerten sich Eltern um die „körperliche und seelische Gesundheit ihrer Kinder“. Zugleich entlasteten sie damit die Kitas.

Die Regierungsfraktionen von CDU und SPD verwiesen auf den Plan, die praxisintegrierte, vergütete Erzieherausbildung in Hessen deutlich auszubauen. Die Zahl der geförderten Ausbildungsplätze soll um 600 auf 1000 angehoben werden. Auch im Kampf gegen den Fachkräftemangel möchte Schwarz-Rot damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern – etwa eine frühere Rückkehr Eltern in ihren Job, die Kleinkinder haben. Nach Angaben von Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) will die Landesregierung hierfür zusätzlich mehr als 22 Millionen Euro bereitstellen.

AfD und FDP sprachen beide von mehr als 40.000 fehlenden Kita-Plätzen in Hessen. Die SPD-Parlamentarierin Josefine Koebe kritisierte: „Frühkindliche Bildung wird gerne belächelt und verniedlicht.“ Auch FDP-Oppositionspolitiker René Rock erkannte an, dass die Landesregierung hier ein Schwerpunktthema sehe.

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