„Reset – Wie weit willst du gehen?“: Eine Zeitreise gegen den Schicksalsschlag

Was wäre, wenn ich nach einem Schicksalsschlag die Zeit zurückdrehen und alles ändern könnte? „Reset“ mit Katja Riemann spielt es durch.

Das Konzept der Zeitreise fasziniert Leser und Kinobesucher gleichermaßen schon seit vielen Jahrzehnten. Auch in der sechsteiligen Dramaserie „Reset – Wie weit willst du gehen?“ (ab 11. März, 20:15 Uhr im ZDF) geht es darum, inwieweit ich die Zukunft beeinflussen kann, wenn ich in der Vergangenheit etwas ändere. In diesem Format kommt die Fantasie weniger science-fiction-mäßig, dafür dramatischer, düsterer und auch etwas realistischer daher.

Darum geht’s in „Reset – Wie weit willst du gehen?“

Floriane „Flo“ Bohringer (Katja Riemann, 60, „Fack ju Göhte“) ist eine erfolgreiche TV-Moderatorin, ihre feministische Morningshow geht in die zehnte Staffel. Die heimliche Liebesbeziehung zu ihrem Kollegen Milan Rakas (Dejan Bućin, 38) macht sie glücklich. Und auch das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann Jens Koska (Thomas Loibl, 55) ist entspannt. Flo, Jens und dessen Partnerin Kathi Eberle (Annika Kuhl, 51) wohnen im selben Mehrfamilienhaus und die beiden gemeinsamen Kinder Luna (Hannah Schiller, 24, „Tatort: Parasomnia“) und Carlo Bohringer (Paul Ahrens, 22) pendeln zwischen den Wohnungen der Eltern.

Doch dann passiert die Katastrophe: Eines Abends findet Flo die 15-jährige Tochter tot in deren Zimmer auf. In einem Zustand tiefer Trauer und von schweren Schuldgefühlen geplagt, entscheidet sie sich, mithilfe der Zeitreiseagentur „Plan B“ in die Vergangenheit zu reisen, um Lunas Suizid zu verhindern. Doch ihr Ziel ist nicht nur ihre Tochter zu retten, sie will ihre beiden Kinder zu stärkeren und glücklicheren Menschen machen.

Durch die Möglichkeit, vergangene Entscheidungen zu ändern, beginnt Flo, ihr eigenes Verhalten als berufstätige Mutter und ihren Karriereweg zu hinterfragen. Sie trifft neue Entscheidungen, die zwar positive Veränderungen bewirken, aber auch neue, herausfordernde Ereignisse auslösen. Diese bringen Flo immer wieder an ihre Grenzen, während sie verzweifelt versucht, ihre Kinder zu schützen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen …

Was wäre wenn?

Wer hat sich nach dem Tod eines geliebten Menschen oder einem Unfall, einer Erkrankung oder anderen Schicksalsschlägen mit schlimmen Folgen nicht schon gewünscht, die Reset-Taste drücken zu können? Die Miniserie der Drehbuchautoren Ingrid Kaltenegger (geb. 1971) und Mika Kallwass (60) sowie der Regisseure Isa Prahl (geb. 1978, „Deutsches Haus“) und Eoin Moore (geb. 1968, Rostock-„Polizeiruf 110“) zeigt, dass es vielleicht doch nicht so einfach ist – Gänsehautmomente inklusive.

Erzählt wird bei diesem Gedankenexperiment außerdem vom unterschiedlichen Umgang mit Trauer, von falschen Vorwürfen, berechtigter Selbstkritik, überraschenden Perspektivwechseln und der Bedeutung von psychischer Gesundheit. Auf Letzteres sowie viele verschiedene Hilfsangebote und Anlaufstellen wird im Abspann jeder Folge deutlich hingewiesen.

Neben dem sehr passenden und berührend spielenden Hauptcast sowie etlichen Episodendarstellern gibt es eine kleine erwähnenswerte Personalie am Rande: Bei der Reise in die Vergangenheit helfen Flo zwei Männer. Dabei handelt es sich um die Berliner Zwillinge „Julian & Marian“, die unter anderem Interieur-Fans mit ihren DIY-Videos auf Instagram begeistern.

Volles Programm mit „Reset – Wie weit willst du gehen?“

An drei von sieben Tagen setzt das ZDF in dieser Woche auf die sechsteilige Serie. „Reset“ wird in Doppelfolgen am 11., 13. und 14. März zur Primetime um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Seit 7. März sind alle Folgen in der ZDF/ARD-Mediathek zu sehen.

Hilfe bei Depressionen und Suizidgedanken bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

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