Es geht nicht nur um die Vinaigrette: Acht Regeln, wie ein guter Salat gelingt

Wer denkt, Salat sei langweilig, unterschätzt, was frisches Gemüse alles kann. Es kommt nicht nur auf die Vinaigrette an, sondern auch auf die Vielfalt in der Schüssel. 

Ein Unding, wer denkt, guter Salat seien abgepackte, bereits gewaschene und gerupfte Salatblätter im Plastikbeutel mit Fertigdressing aus der Tube. Das ist kein Salat. Das ist vor allem kein guter Salat. Worin das Geheimnis liegt, verraten wir in unseren acht auferlegten Salat-Regeln.

Regel Nummer 1: Die Wahl der Schüssel

Verwenden Sie eine große Schüssel, um ihren Salat zuzubereiten. Niemand hat etwas davon, wenn beim Vermengen der Salatblätter, die Hälfte auf die Küchenzeile oder auf den Boden fällt. Die Schüssel sollte mindestens 25 Prozent größer sein als der Salatinhalt am Ende.

Regel Nummer 2: Der Umgang mit der Vinaigrette

Ertränken Sie Salat niemals in Vinaigrette. Die grünen Blätter sollten knusprig glänzen, nicht durch das Gewicht des Dressings niedergedrückt und dadurch matschig werden.

Regel Nummer 3: Die Salatauswahl

Eisbergsalat ist kein Salat. Natürlich gehört er zur Familie der Salate, aber geschmacklich kommt er nicht an Radicchio, Endivien oder Chicorée heran. Kombinieren Sie ruhig milde Salate wie Kopfsalat oder Lollo mit kräftig, bitterschmeckenden Varianten.

Regel Nummer 4:  Salz ist der Schlüssel

Wer sich daran stört, dass Kohl wie Rot- oder Weißkohl zu knusprig im Salat sind, salzt das Gemüse kräftig und gibt dem Kohl damit Zeit, weich zu werden.

Regel Nummer 5: Die Textur und der Geschmack

Verleihen Sie Ihrem Salat eine Vielfalt an Texturen: Die Salatblätter sind weich? Dann geben Sie etwas Knuspriges hinzu: Wie wäre es mit knusprigen Körnern oder gerösteten Nüssen? Quinoa, Reis oder Linsen? Beim Salat gibt es keine Grenzen. Ihr Salat ist eher bitter? Geben Sie eine süße oder fruchtige Note hinzu: Filets von der Orange oder von der Grapefruit, um einen Kontrast hervorzuheben. Käse wie Feta oder geraspelter Parmesan verleihen eine Cremigkeit. Öl 17.02

Regel Nummer 6: Das Dressing

Früher galt: drei Teile Fett zu einem Teil Säure. Die Küchenchefs heute bevorzugen mittlerweile die leichtere Variante: zwei Teile Fett zu einem Teil Säure. Probieren Sie folgende Varianten:

Joghurt + Limettensaft + Harissapaste Mayonnaise + Reisessig + Gochujang (koreanische Chilipaste) + KnoblauchOlivenöl + Apfelessig + AhornsirupRapsöl + Reisessig + Misopaste + geriebener Ingwer

Experimentieren Sie mit verschiedenen Ölen (Leinöl, Walnussöl, Olivenöl), aber auch mit unterschiedlichen Essigen (Balsamico, Weißweinessig, Apfelessig). Finden Sie durch ständiges Probieren heraus, was Ihnen am besten schmeckt. Anstelle von Misopaste oder Gochujang können Sie auch Senf verwenden. Behalten Sie nur die Regel bei: zwei Teile Fett zu einem Teil Säure.

Regel Nummer 7: Das Tröpfchen Wasser

STERN PAID 23_22 Einfach Essen Spargel-Rhabarber 15.22In jedes gutes Dressing gehört ein Tröpfchen Wasser, damit man nicht zusammenzuckt, wenn man zuerst den Essig im Mund hat.

Regel Nummer 8: Das richtige Anrichten

Geben Sie in die Schüssel erst das Grünzeug und dann das Dressing darüber. Vermengen Sie den Salat dann mit den Händen (!). Eine Salatzange würde die delikaten Blätter verletzen. Erst danach kommen leichte und kleine Zutaten wie Nüsse, Körner, aber auch Zutaten, die schnell matschig werden wie Avocado oder Tomaten auf den Salat. Zum Schluss können Sie noch den Rest der Vinaigrette darüber träufeln. Achten Sie nur darauf, dass das Dressing nicht zu mächtig wird und die Salatblätter begräbt.

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