Museen: Zukunft von Tucholsky-Museum: Unterlagen eingefordert

Im Ringen um die Rettung des Kurt Tucholsky Literaturmuseums hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mehr Tempo von Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) verlangt. Es seien weder die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung gestellt noch Einsichtnahmen bedingungslos ermöglicht worden, teilte der Landkreis am Freitag mit. Bereits vor etwa einem Monat war Schwochow per Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (SVV) aufgefordert worden, dem Landkreis Unterlagen zukommen zu lassen, Einsichten zu ermöglichen und die Verhandlungsrunde um zwei Mitglieder der SVV zu erweitern. Dies sei nach Angaben des Kreises noch immer nicht geschehen. Aus Kreisen der Landtagsverwaltung hieß es, Schwochow verschleppe die Verhandlungen.

Im Ringen um die Rettung des Kurt Tucholsky Literaturmuseums hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mehr Tempo von Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) verlangt. Es seien weder die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung gestellt noch Einsichtnahmen bedingungslos ermöglicht worden, teilte der Landkreis am Freitag mit. Bereits vor etwa einem Monat war Schwochow per Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (SVV) aufgefordert worden, dem Landkreis Unterlagen zukommen zu lassen, Einsichten zu ermöglichen und die Verhandlungsrunde um zwei Mitglieder der SVV zu erweitern. Dies sei nach Angaben des Kreises noch immer nicht geschehen. Aus Kreisen der Landtagsverwaltung hieß es, Schwochow verschleppe die Verhandlungen.

Der Landkreis will mit der Übernahme die wissenschaftliche Leitung des weltweit einzigen Kurt Tucholsky Literaturmuseums in Rheinsberg sichern, wenn der bisherige Leiter Peter Böthig im Frühjahr in den Ruhestand geht. „Der Vertrag für die wissenschaftliche Leitung des Kurt Tucholsky Literaturmuseums läuft nach heutigem Stand zum 31. März 2024 aus“, hieß es vom Landkreis am Freitag. Man wolle versuchen, die Trägerschaft zum 1. April zu übernehmen. Ein nächster Gesprächstermin ist für Ende März vorgesehen.

Bürgermeister Schwochow hatte bereits vor dem Gespräch von hohen Hürden auf dem Weg zu einer Einigung gesprochen. Dabei geht es um die finanzielle Beteiligung des Kreises. Zuletzt war dieser bereit, 80 000 Euro pro Jahr für die Leitung des Museums zu übernehmen. Für Schwochow ist das unter den gegebenen Umständen zu wenig. Beide Seiten arbeiten an einem öffentlich-rechtlichen Vertrag.

Der Deutsche Kulturrat hatte das Museum auf die Rote Liste bedrohter Kultureinrichtungen gesetzt, nachdem die Stadtverordnetenversammlung beschlossen hatte, zur Sicherung des städtischen Haushalts die Leitung des Museums mit der Touristinformation zusammenzulegen. Auch das Brandenburger Kulturministerium und Kulturstaatssekretärin Claudia Roth (Grüne) wollen das Museum unter wissenschaftlicher Leitung erhalten.

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