Liebe stärken: Zehn Fragen, die wir unserem Partner unbedingt mal wieder stellen sollten

„Wie geht es dir eigentlich wirklich?“ – eine Frage, die wir unserem Partner viel zu selten stellen. Stattdessen reden wir über den Haushalt oder das Fernsehprogramm. Zehn Fragen für mehr Tiefe in der Beziehung. 

Wie gut kennen Sie Ihren Partner? Die meisten von uns würden auf diese Frage vermutlich so etwas antworten wie: „in- und auswendig. Wir sind beste Freunde. Er erzählt mir alles.“ Aber stimmt das wirklich? Meistens ist es doch so, dass wir nach der ersten Phase der euphorischen Verliebtheit aufhören, die wirklich wichtigen und tiefgründigen Fragen zu stellen und uns stattdessen über Banalitäten wie den Haushalt oder die Nachrichten unterhalten. Einfach, weil wir davon ausgehen, wir wüssten ohnehin, was in unserem Partner vorgeht – so nahe, wie wir uns stehen. 

Es ist also ein Stück weit normal, dass wir irgendwann nicht mehr täglich mit unserem Liebsten über Gott und die Welt philosophieren. Daran ist auch nichts verkehrt. Manchmal allerdings verlieren Paare so die Verbindung zueinander, weil die Tiefe nach und nach verloren geht. Dabei könnten wir das leicht ändern, indem wir die Neugierde aufeinander nicht verlieren – und auch mal Fragen stellen, die hinter die Fassade blicken. Beziehungscoach Carolyn Litzbarski sagt dazu im Gespräch mit dem stern: „Die Innenwelt unseres Partners ist so viel facettenreicher, als uns bewusst ist, wir müssen uns nur immer wieder aufs Neue trauen, sie zu erkunden.“

Paarkommunikation 20.29

Ihr konkreter Tipp: Stellen Sie Fragen, immer wieder – und hören Sie Ihrem Partner unvoreingenommen zu. Dadurch gebe man einander die Möglichkeit, sich gegenseitig mal wieder zu überraschen und (noch) besser kennenzulernen. Falls Ihnen auf Anhieb nichts einfällt, was Sie Ihren Partner schon immer mal fragen wollten, haben wir ein paar Ideen.

Kommunikation in der Beziehung: zehn Fragen für eine innigere Verbindung

Wie geht es Dir wirklich?
Eine Frage, die leider oft zur Floskel verkommt. Es lohnt sich, sie wieder ernster zu nehmen und sich nicht von einem „Gut. Danke“ abspeisen zu lassen – meist haben wir doch deutlich komplexere Gefühle als nur gute oder schlechte.

Wie denkst Du darüber?
Wenn wir einen Menschen schon länger kennen, denken wir fälschlicherweise, dass wir seine Ansichten bereits kennen. Also fragen wir nicht mehr nach. Dabei kennen wir niemanden auswendig, nicht einmal uns selbst – denn wir alle verändern uns ständig.

Was bewegt Dich aktuell?
Klimakrise, Krieg, Inflation – wir befassen uns alle mit den gleichen Problemen, so hat es oft den Anschein. Aber vielleicht grübelt Ihr Partner ja aktuell an einer ganz anderen Sache herum. Hier lohnt es sich nachzufragen, um an den Dingen teilhaben zu können, die im Leben des Liebsten wichtig sind. 

Welchen Traum möchtest Du Dir als nächstes erfüllen?
Warum? Ganz einfach: Gemeinsam träumen tut gut, schafft Verbindung und erlaubt es einem Paar, gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Noch besser wird es, wenn die Träume gemeinsam erfüllt werden oder die Partner einander dabei unterstützen können.

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Für was würdest Du Dir gerne mehr Zeit nehmen?
Apropos Unterstützung: Die kann man nicht nur bei den großen Themen des Lebens signalisieren, sondern auch im Alltag. Manchmal gehen im Terminchaos doch mal Hobbys unter, eigene Bedürfnisse kommen zu kurz. Wer das weiß, kann seinem Partner dabei helfen, entsprechende Freiräume zu finden. 

Gibt es etwas, das Dir in unserer Beziehung fehlt?
Natürlich kann es auch innerhalb der Paarbeziehung dazu kommen, dass etwas fehlt. Vielleicht gemeinsame Zeit, vielleicht Freiräume; manchmal fehlt Wertschätzung, manchmal Unterstützung im Haushalt – oder man wünscht sich wieder mehr Leidenschaft im Bett. Hier gilt: Wer nicht fragt, bleibt (leider oft) dumm. 

Womit habe ich Dich in diesem Jahr besonders verletzt?
Nicht jedes Gespräch macht Freude. Manchmal muss man gezielt auch dorthin schauen, wo es wehtut. Es müssen keine großen Verletzungen sein, auch kleine Seitenhiebe können dem anderen mehr schmerzen, als uns bewusst ist. Es lohnt sich deshalb, auch hier im Austausch zu bleiben, um die Achtsamkeit füreinander zu schärfen.

Womit habe ich Dir in letzter Zeit eine Freude gemacht?
Das Ganze geht natürlich auch andersrum. Wenn wir wissen, welche kleinen Gesten und Worte unserem Partner wirklich in Erinnerung bleiben, können wir aktiv etwas dafür tun, einen liebevolleren Umgang miteinander zu kultivieren. Und ja, das lohnt sich auch dann, wenn ohnehin schon alles rosig ist. 

Was schätzt Du an unserer Beziehung am meisten? 
Gemeinsam wachsen, miteinander und aneinander, das macht für viele Menschen eine gesunde Beziehung aus. Aber was sind eigentlich die anderen Säulen der eigenen Partnerschaft? Oft vergessen wir, was wir Besonderes haben. Höchste Zeit, sich mal wieder auf die gemeinsamen Stärken zu besinnen. 

An welche gemeinsame Erinnerung denkst Du gerne zurück?
Gemeinsam in Erinnerungen schwelgen macht uns glücklicher, das zeigen sogar Studien. Als Paar blickt man in der Regel nostalgisch auf eine ganze Bandbreite an Schätzen zurück, die es immer wieder zu entdecken gilt. Wer weiß, vielleicht versetzt sich Ihr Partner ja am liebsten in eine Zeit zurück, an die Sie gar nicht direkt denken? Oder Sie erinnern sich gemeinsam an die erste Verliebtheit – und bringen damit die Schmetterlinge im Bauch wieder zum Fliegen.

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