„The Gentlemen“ und mehr: Kultfilme, aus denen Serien wurden

Nicht nur der Kinofilm „The Gentlemen“ wird aktuell auf Netflix als Serie fortgesetzt. Auch aus diesen 15 Kultfilmen wurden Serien.

The Gentlemen“ sorgt derzeit auf dem Streamingdienst Netflix für Furore. Serienschöpfer Guy Ritchie (55) setzt mit der sehr britischen Gangster-Serie seinen eigenen, gleichnamigen Filmerfolg aus dem Jahr 2019 in Serienform fort. Das Besondere an „The Gentlemen“: Es handelt sich nicht etwa um ein Remake des Films mit Matthew McConaughey (54), sondern die neue Hauptfigur Eddie (Theo James, 39) bewegt sich in der Fortsetzung schlicht durch die Welt, für die im Kinofilm Figuren wie McConaugheys Mickey Pearson verantwortlich zeichnen. Gerade in den letzten Jahren hat die US-Film- und Serienindustrie etliche Kultfilme als Serien neu aufgelegt.

„Cobra Kai“ haucht dem „Karate Kid“-Franchise neues Leben ein

Bei der Netflix-Serie „Cobra Kai“ handelt es sich wohl unzweifelhaft um eine der originellsten Serienfortsetzungen von Kultfilmen: Hier steht zunächst der „Karate Kid“-Schurke Johnny Lawrence (William Zabka, 58) ganz im Mittelpunkt der Handlung. Zuschauerinnen und Zuschauer erleben, wie es ihm in den Jahrzehnten nach seiner Niederlage im ersten „Karate Kid“-Film ergangen ist, und entwickeln zuvor ungekannte Sympathien für Lawrence.

Im Verlauf der Serie kommen dann weitere bekannte Gesichter aus den „Karate Kid“-Filmen hinzu. Auch die Geschichte des Kultklassikers erhält in Figuren wie dem neuen Karate Kid Miguel (Xolo Maridueña, 22) ein zeitgemäßes Update.

„Fargo“ avanciert auch in Serienform zum Kult

Im Jahr 1996 begeisterte die schwarzhumorige Krimikomödie „Fargo„. Das Werk der legendären Coen-Brüder wurde unter anderem mit zwei Oscars ausgezeichnet, und genießt unter Film-Fans bis heute Kultstatus.

Nicht minder erfolgreich ist die gleichnamige Serienadaption, für die ab 2014 große Stars wie Billy Bob Thornton (Staffel eins), Kirsten Dunst (Staffel zwei), Ewan McGregor (Staffel drei) oder der aus „Mad Men“ bekannte Jon Hamm (Staffel fünf) vor der Kamera standen. Das Besondere an der Serie „Fargo“: Jede einzelne Staffel der Anthologie-Show erzählt eine komplett neue Geschichte, die oftmals in einem völlig anderen Jahrzehnt spielt. Der aus dem Kinofilm bekannte, eigenwillige Humor ist jedoch allen Serienstaffeln gemein.

Die „Westworld“-Serie übertrifft sogar die Filmvorlage

Seit Jahrzehnten schwörten Sci-Fi-Fans auf Michael Crichtons (1942-2008) Kultklassiker „Westworld“ aus dem Jahr 1973. Der US-Premiumkabelkanal HBO legte die innovative Geschichte rund um einen Vergnügungspark voller humanoider Roboter dann im Jahr 2016 als Serie neu auf. Besonders die erste Staffel genießt unter Serien-Fans Kultstatus, und überzeugt mit einem Star-Ensemble rund um den zweifachen Oscarpreisträger Sir Anthony Hopkins (86), Ed Harris (73) und Evan Rachel Wood (36).

„Ash vs Evil Dead“: Ehrenrunde für Bruce Campbell

Horrorfans in aller Welt lieben die „Evil Dead“-Filme, in Deutschland auch bekannt als „Tanz der Teufel“. Neben einem Remake der Originalfilmreihe mit „Evil Dead“ (2013) und „Evil Dead Rise“ kehrte Kultstar Bruce Campbell (65) ab 2015 auch als Ash Williams für die Starz-Serie „Ash vs Evil Dead“ zurück. Auf der Kritiken-Sammelseite „Rotten Tomatoes“ steht die nach drei Staffeln eingestellte Show bei einem ganz hervorragenden Score von 99 Prozent positiver Rezensionen.

„Hannibal“: Mads Mikkelsen beerbt Anthony Hopkins

Wohl kaum ein Schauspieler ist so mit einer Rolle verbunden, wie der Brite Sir Anthony Hopkins mit Dr. Hannibal Lecter aus „Das Schweigen der Lämmer“. Doch der dänische Weltstar Mads Mikkelsen (58) schaffte in der Serienadaption des Kultfilms ab 2013 das Unmögliche, und beerbte Hopkins auf überzeugende Weise. Nach drei viel zu kurzen Staffeln leider wieder eingestellt, gilt „Hannibal“ heute als ein moderner Klassiker des Horrorgenres.

Netflix beendet „Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands“ zu früh

Der fantasievolle Achtziger-Jahre-Kultfilm „Der dunkle Kristall“ wurde im Jahr 2019 als Netflix-Serie neu aufgelegt, wobei „Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands“ eine Vorgeschichte zu den bekannten Ereignissen erzählt. Wiederum von der Jim Henson Company produziert, liebten Kritiker und Publikum auch die Netflix-Serienversion, doch wohl aufgrund zu hoher Produktionskosten wurde das Programm nach nur einer Staffel wieder eingestellt.

„The Mandalorian“ und mehr: „Star Wars“ für den heimischen Bildschirm

Ein wenig aus dem Rahmen dieser Liste fallen die neuen „Star Wars“-Live-Action-Serien auf dem Streamingdienst Disney+. Und doch setzen auch Shows wie „The Mandalorian“, „Obi-Wan Kenobi“ oder „Andor“ die Erzählungen der legendären „Star Wars“-Kinofilme auf dem kleineren, heimischen Bildschirm fort. So wird im Fall von „Andor“ eine Vorgeschichte erzählt. In „Obi-Wan Kenobi“ erhält ein beliebter Charakter eine Zugabe. Und bei „The Mandalorian“ kehrt eine Kultfigur aus der Originaltrilogie per Tricktechnik zurück, um einen umjubelten Auftritt hinzulegen.

„Training Day“, „12 Monkeys“, „Lethal Weapon“ und „Taken“ kommen an ihre Filmvorlagen nicht ganz heran

Doch nicht jede Serienadaption eines Kultfilms stößt auf so viel Gegenliebe wie die hier bereits erwähnten Produktionen. So legte etwa der US-Kanal CBS den Kultfilm „Training Day“ mit Denzel Washington (69) als Serie neu auf. Doch nach miserablen Kritiken und dem tragischen, viel zu frühen Tod von Hauptdarsteller Bill Paxton (1955-2017) war nach einer Staffel schon wieder Schluss.

Die „Lethal Weapon“-Serie von Fox schaffte es dagegen auf drei Staffeln, und stieß bei Publikum und Kritikern auf ein respektables Echo. Der Abschied von Hauptdarsteller Damon Wayans (63) machte eine Fortsetzung jedoch unmöglich.

Die „12 Monkeys“-Serie des US-Kanals Syfy schaffte es hingegen von 2015 bis 2018 auf 47 Folgen in vier Staffeln, und kann von dem her durchaus als Erfolg bezeichnet werden. Auf der Kritiken-Sammelseite „Rotten Tomatoes“ fielen zudem 88 Prozent der Rezensionen positiv aus.

Weniger gut lief es da für die kurzlebige „Taken“-Serie von NBC. Nach zwei Staffeln war hier schon wieder Schluss. Womöglich erwiesen sich die zu füllenden Schuhe von Originaldarsteller Liam Neeson (71) als doch zu groß.

„Willow“ ist nicht mehr auf Disney+ verfügbar

Ähnlich wie im Fall von „Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands“ wurde mit „Willow“ ein Kultfilm der Achtziger Jahre auf Disney+ fortgesetzt. Doch ein unterdurchschnittlicher „Rotten Tomatoes“-Publikumsscore von nur 65 Prozent zeigt bereits an, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer wenig Gefallen an Warwick Davis‘ (54) Rückkehr als Zauberer Willow Ufgood fanden. Nach einer Staffel eingestellt, ist die Fantasy-Fortsetzung mittlerweile überhaupt nicht mehr auf Disney+ verfügbar.

„Chucky“ mordet auch in Serienform weiter

Wesentlich besser kam da die Serienfortsetzung der kultigen „Chucky“-Filme an. 93 Prozent der Kritiker und 87 Prozent des Publikums auf „Rotten Tomatoes“ gefiel das Programm der US-Kanäle Syfy und USA Network. Eine dritte Staffel rund um die mörderische Puppe befindet sich derzeit in Produktion.

„Bates Motel“ kam auf ganze fünf Staffeln

Schon etwas weiter zurück als „Chucky“ liegt die Produktion der Serie „Bates Motel“, in der eine Vorgeschichte zu Alfred Hitchcocks (1899-1980) legendärem Filmklassiker „Psycho“ erzählt wird. Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten hier einen jungen Norman Bates (Freddie Highmore, 32), der zu Serienbeginn den Tod seines Vaters zu verkraften hatte, und in der Folge zunehmend in den aus „Psycho“ bekannten Wahnsinn abglitt. Fünf Staffeln wurden in den USA zwischen 2013 und 2018 vom Sender A&E Network ausgestrahlt.

„High Fidelity“: Zeitgemäßes Update der beliebten Filmvorlage

Nicht unter den Tisch fallen soll das Serien-Remake der Kultkomödie „High Fidelity“ aus dem Jahr 2020. Zoë Kravitz (35) spielte in der Hulu-Show die Hauptrolle, wobei ihre Figur Robyn wie ihr Vorgänger Rob (John Cusack, 57) aus dem gleichnamigen Kinofilm des Jahres 2000 einen Plattenladen führt. Leider wurde „High Fidelity“ nach nur einer Staffel wieder eingestellt.

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