Gesundheit: Verband bemängelt technische Probleme mit E-Rezept

E-Rezept ausstellen lassen, in der Apotheke abrufen, fertig. Aber so einfach ist es wohl doch nicht. Störungen häuften sich in letzter Zeit, sagt der Landesapothekerverband.

Wegen technischer Probleme können E-Rezepte nicht verlässlich abgerufen werden. Das beklagt der Landesapothekerverband (LAV) und fordert den Betreiber der sogenannten Telematikinfrastruktur (TI) am Dienstag auf, „unverzüglich für verlässliche Stabilität zu sorgen“. Die TI ist dafür zuständig, E-Rezepte aus Arztpraxen in die Apotheken zu übermitteln – genau das funktioniere aber oft nicht, so der Verband. Die Leidtragenden seien die Patienten und auch die Apotheken, sagte Verbandspräsidentin Tatjana Zambo. Viele Kundinnen und Kunden sehe man nie wieder, „weil sie meinen, ihre Apotheke arbeite unzuverlässig. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern ein effektiver Imageverlust und auch ein wirtschaftlicher Schaden für die einzelne Apotheke“.

Die Gematik trage als nationale Digitalagentur nach eigenen Angaben die Gesamtverantwortung für TI, die zentrale Plattform für digitale Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen. Störungen wirkten wie eine Handbremse, sagte Zambo weiter. Dem LAV zufolge war allein an vier der letzten zehn Tage die TI zumindest zeitweise nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Die Ausfälle führten zu zusätzlicher Arbeitsbelastung für Apothekerinnen und Apotheker, für die diese entschädigt werden müssten.

Seit Anfang des Jahres müssen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte für verschreibungspflichtige Arzneimittel Rezepte elektronisch ausstellen. Das E-Rezept wird auf einem zentralen Server gespeichert. Die Apotheke wird beim Einstecken der Krankenkassenkarte in das Lesegerät autorisiert, es von dort abzurufen.

Infos der Gematik zu Störungen

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