Venezuelas Staatschef Maduro von Parteibasis als Präsidentschaftskandidat ausgewählt

Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro ist wie erwartet von der Parteibasis als Präsidentschaftskandidat ausgewählt worden und wird sich Ende Juli um eine dritte Amtszeit bewerben. „Die Basis der PSUV hat entschieden, Nicolás Maduro Präsidentschaftskandidat“, schrieb der Vizevorsitzende der Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV), Diosdado Cabello, am Montag im Kurzbotschaftendienst X. An den landesweiten Abstimmungen der Regierungspartei hätten mehr als 4,2 Millionen Menschen teilgenommen.

Die Präsidentschaftswahl in dem südamerikanischen Staat findet am 28. Juli statt. Es war erwartet worden, dass Maduro erneut antritt, er hatte keine Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Ein Sieg des Linksnationalisten bei der Präsidentschaftswahl gilt als fast sicher. Der Ausschluss der Gewinnerin der Vorwahlen der Opposition, Maria Corina Machado, war im Januar durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs bestätigt worden.

Der seit 2013 amtierende Maduro war 2018 wiedergewählt worden, die Opposition hatte den Urnengang jedoch als manipuliert bezeichnet und das Ergebnis nicht anerkannt. Dutzende Länder einschließlich der USA und der EU-Länder erkannten das Wahlergebnis ebenfalls nicht an.

Daraufhin erklärte sich der damalige oppositionelle Parlamentspräsident Juan Guaidó zum Interimspräsidenten. Maduro konnte sich allerdings mit Unterstützung des Militärs weiter an der Macht halten. Im vergangenen Jahr einigten sich Vertreter der  Regierung und der Opposition in Venezuela darauf, die Wahlen im zweiten Halbjahr 2024 unter der Kontrolle internationaler Beobachter abzuhalten. 

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