Lebenszeichen nach Bauch-OP: Wirbel um Foto von Prinzessin Kate – diese Details entlarven die Bildmanipulation

Es sollte ein Lebenszeichen sein, ging aber nach hinten los. Ein vom Kensington-Palast veröffentlichtes Foto von Prinzessin Kate wurde manipuliert. Welche Bereiche für eine nachträglich bearbeitete Aufnahme sprechen, erfahren Sie hier.

Was die Spekulationen über ihren Gesundheitszustand beenden sollte, erweist sich als PR-Bumerang: Das britische Königshaus sieht sich nach der Veröffentlichung eines Fotos von Prinzessin Kate Manipulationsvorwürfen ausgesetzt. Die am Sonntag vom Kensington-Palast verbreitete Aufnahme zeigt die Monarchin auf einem Stuhl sitzend und von ihren drei Kindern umgegeben. Es ist das erste öffentliche Foto von Prinzessin Kate nach ihrer Bauchoperation vor knapp zwei Monaten. Seither hatte es über den Verbleib der 42-Jährigen teils wilde Gerüchte gegeben.   

„Vielen Dank für die freundlichen Wünsche und die anhaltende Unterstützung in den letzten zwei Monaten“, schrieb Kate zum Bild, das Ehemann Prinz William in der vergangenen Woche aufgenommen haben soll. Nachrichtenagenturen auf der ganzen Welt griffen das Foto auf und berichteten – um es wenig später aufgrund von Unstimmigkeiten zurückzuziehen. Die Aufnahme scheine von der Quelle „auf eine Weise manipuliert worden zu sein, die nicht den Foto-Standards von AP entspricht“, begründete die US-Agentur Associated Press den Schritt. 

Bildfälschung Kate 12:24

Foto enthält mehrere bearbeitete Bereiche  

Tatsächlich fallen beim genauen Blick auf das Foto an einigen Stellen Inkonsistenzen auf, die für eine nachträgliche Bearbeitung sprechen, wie Bildexperte Frank Dietz, Leiter der stern-Titelgrafik, erklärt.

Fast schon mit bloßem Auge erkennbar ist eine Manipulation im Bereich der linken Hand von Kates Tochter Charlotte. Unstimmig ist dort vor allem der Übergang zwischen Handgelenk und dem Saum ihrer roten Strickjacke (hellblau markiert). So wirkt es einerseits, als „schneide“ der Saum Charlottes Hand leicht ein. Gleichzeitig ragt wiederum ein Teil des Saums deutlich über ihr Gelenk hinaus – das kann nicht sein. Aus der Datei geht nicht hervor, welcher Teil original ist und welcher montiert wurde. Möglicherweise wurde hier einfach Platz für Kates Hand benötigt.

Unstimmigkeiten beim Übergang zwischen Charlottes Handgelenk und dem Saum ihrer roten Strickjacke

Ebenfalls eindeutig, jedoch nicht sofort ersichtlich ist eine Bearbeitung im Bereich von Kates Kopf, ihren Haaren und Oberkörper. Hellt man das Foto auf und zoomt herein, fällt eine klar erkennbare Kante auf, die besonders am Reißverschluss ihres Blousons ins Auge sticht. So verschiebt sich der Reißverschluss an einer Stelle um 14 Pixel von einer Bildzeile zur anderen (hellblau markiert). Eine unnatürliche Kante weisen auf selber Höhe auch Kates (gelb markiert) und etwas oberhalb davon Charlottes Haare auf (rot markiert). 

Mehrere Inkonsistenzen legen nahe, dass Kates Kopf nachträglich ausgetauscht worden ist

Generell ist um Kates Kopf eine Art „Rahmen“ erkennbar, was nahelegt, dass ihr Kopf nachträglich mit einem anderen Bild aus derselben Fotosession ausgetauscht wurde. Von der Beleuchtung her, der Licht-/Schattensituation sowie den Reflexen im Auge wirkt Kates Kopf insgesamt betrachtet jedenfalls glaubhaft.  

Stark aufgehellt ist im Foto eine Art „Rahmen“ um Kates Kopf erkennbar

Ebenfalls auffällig ist die sehr unscharfe rechte Hand von Kate. Dies könnte jedoch auch eine Bewegungsunschärfe sein. Zudem wirkt das rechte Knie von Charlotte abgeschnitten. Da das Motiv offensichtlich mit einem sehr lichtstarken Objektiv aufgenommen wurde, könnte es sich jedoch auch um einen Abbildungsfehler handeln.

Charlottes Knie wirkt abgeschnitten, was jedoch auch an einem durchs Objektiv verursachten Abbildungsfehler liegen kann

Prinzessin Kate räumt Bildbearbeitung ein

Nachdem der Kensington-Palast wie auch Prinzessin Kate zunächst nicht auf die Manipulationsvorwürfe reagiert hatten, meldete sich die Monarchin am Montagvormittag auf Instagram zu Wort.

„Wie viele Amateurfotografen experimentiere auch ich gelegentlich mit der Bildbearbeitung. Ich möchte mich für die Verwirrung entschuldigen, die das Familienfoto, das wir gestern geteilt haben, verursacht hat. Ich hoffe, alle Feiernden hatten einen schönen Muttertag“, schrieb Kate.

Das PR-Desaster war da aber schon angerichtet.

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