Osnabrück: Verdacht auf Menschenhandel: Polizei durchsucht Wohnungen

Sie sollen Menschen aus Moldau nach Deutschland gelockt und dort ausgebeutet haben. Bei Durchsuchungen in zwei Bundesländern sichern Einsatzkräfte Beweise und finden Minderjährige.

Wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Zwangsarbeit hat die Polizei in Dissen am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück und in Borgholzhausen in Nordrhein-Westfalen Wohnungen durchsucht. Wie die Polizei Osnabrück am Freitag mitteilte, fanden die Einsatzkräfte am vergangenen Dienstag Beweismaterial und eine zweistellige Zahl an mutmaßlichen Opfern – darunter zwei Minderjährige. Die Polizei nahm einen 45-Jährigen fest, der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Zwei weitere Beschuldigte wurden nach vorübergehendem Polizeigewahrsam wieder entlassen. Die Tatverdächtigen haben die moldauische Nationalität.

Die Ermittler werfen den Beschuldigten vor, moldauische Staatsangehörige mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und ihnen falsche Papiere gegeben zu haben. Die Beschuldigten sollen den Menschen eine Arbeit im Niedriglohnsektor verschafft und das verdiente Geld behalten haben. Sie verdächtigen die Beschuldigten zudem, Menschen mit Gewalt oder der Androhung von Gewalt zum Betteln geschickt zu haben, um auch diese Einnahmen zu kassieren. Die Minderjährigen, die in den Wohnungen angetroffen wurden, wurden dem Jugendamt übergeben.

Mitteilung der Polizei

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