Sky-Serie „Mary & George“: Julianne Moores Sohn als Lover des Königs

Sex, Gewalt und Intrigen: Julianne Moore spielt in „Mary & George“ eine englische Adelige, die ihren Sohn zum Günstling des Königs macht.

„Wenn ich ein Mann wäre und wie du aussehen würde, würde ich den verdammten Planeten regieren“, sagt Mary Villiers zu ihrem Sohn George im ersten Trailer zu „Mary and George“. Doch Mary ist nur eine verarmte Adelige im England des frühen 17. Jahrhunderts. Um ihre Machtgelüste zu befriedigen, setzt sie ihren attraktiven Filius auf König James I (Jakob I.) an.

Der englische Monarch ist schließlich „so schwanzgesteuert, dass es ein Fluch ist“ (Mary) und vergnügt sich gerne mit jungen Männern. Dieses Zitat setzt den Ton zu der neuen Serie „Mary & George“ mit Oscar-Preisträgerin Julianne Moore (63), die am 7. März 2024 bei Sky und Wow startet.

Optisch sendet der Teaser „Game of Thrones„-Vibrationen. Das 17. Jahrhundert ist düster und dreckig, die Feiern am Hofe dekadent. Kehlen werden durchgeschnitten, Blut in Gesichter geschmiert, dazu explizite schwule Sexszenen. Das alles zu den Klängen einer verzerrten Version von „I Wanna Be Your Dog“, dem Sadomaso-Klassiker von Iggy Pop (76) und seinen Stooges.

„Mary & George“ reiht sich ein in die mittlerweile lange Riege von Historienserien wie „Borgia“ oder „Spartacus“, die darstellen wollen, wie grausam und verdorben die alten Zeiten doch waren. Also das, was uns frühere Historienschinken im Kino nie zu zeigen wagten.

Die wahre Geschichte hinter der Serie

Mary und George Villiers sind reale Figuren. Mary Villiers wurde um das Jahr 1570 geboren, als Angehörige des niederen Adels. Sie soll schon früh das Potenzial ihres Sohnes George erkannt haben, der 1592 zur Welt kam. Obwohl sie angeblich mittellos war, soll die Witwe es geschafft haben, George auf Bildungsreise nach Frankreich zu schicken. Dort lernte er höfische Manieren, Fechten und Tanzen. In einer zeitgenössischen Quelle wird er als „Mann mit dem schönsten Körper in ganz England“ bezeichnet.

Danach schickte Mary George an den Hof des englischen Königs James I. Dort wurde der junge Mann schnell Günstling des mutmaßlichen royalen Lüstlings. Sein Favorit, wie man es damals nannte. George soll sich explizit als Liebhaber des Königs bezeichnet haben. Ob sie wirklich eine sexuelle Beziehung hatten, ist in der Geschichtsschreibung umstritten.

Feinde des bisherigen Favoriten des Königs, Robert Carr, trieben Georges Karriere voran. Er wurde zu einem leitenden Minister. George wurde erst zum Earl, dann zum Marquess und schließlich zum Duke von Buckingham ernannt. James‘ Sohn brachte er das Tanzen bei. Als dieser als Charles I. den Thron übernahm, blieb George als leitender Minister eine bedeutende Figur. Mit George besaßen auch seine Mutter und seine Geschwister Einfluss am Hof – doch 1628 wurde der Günstling erstochen.

Julianne Moore und Co.: Die Stars von „Mary & George“

Für die Besetzung der Mary konnten die Macher mit Julianne Moore einen echten Star gewinnen. Für die Oscar-Preisträgerin ist es nach der Stephen-King-Adaption „Lisey’s Story“ (2021) erst die zweite Hauptrolle in einer Serie. Moore ist die einzige Amerikanerin in der britischen Produktion – auch wenn sie zu Ehren ihrer schottischen Mutter seit 2011 auch die britische Staatsangehörigkeit besitzt.

George-Darsteller Nicholas Galitzine (29) ist eher ein unbeschriebenes Blatt. Der Engländer mit griechischen Wurzeln spielte etwa in dem Musical „Cinderella“ neben Camila Cabello (26). Zu dem Soundtrack des Films steuerte der auch als Model aktive Galitzine eigene Songs bei.

Die auch aus diversen deutschen Filmen und Serien bekannt Dänin Trine Dyrholm (51, „Die Erbschaft“) verkörpert Anne, die aus Dänemark stammende Frau von James I. Den König spielt der Schotte Tony Curran (54).

„Mary & George“ startet am 7. März 2024 um 20.15 Uhr bei Sky Atlantic. Immer donnerstags laufen dann Doppelfolgen zur Primetime. Wöchentlich gibt es zudem zwei neue Episoden auf Abruf bei Sky Q und beim hauseigenen Streamingdienst Wow. Die Serie gibt es wahlweise im Original oder auf Deutsch sowie mit Untertiteln.

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