Kommunen: Salzlandkreis will Einführung von Bezahlkarte prüfen

Wie schnell gelingt die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber? Im Salzlandkreis gibt es nun einen Beschluss dazu.

Im Salzlandkreis soll die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber geprüft werden. Das hat der Kreistag am Mittwochabend beschlossen, wie ein Sprecher des Landkreises mitteilte. Wann das Projekt startet, ist offen. Für die Einführung einer Bezahlkarte seien der Bund beziehungsweise die Länder zuständig. 

Nach Angaben der Kreisverwaltung würde die Einführung der Bezahlkarte rund 800 Menschen betreffen. Allerdings sei derzeit noch unklar, ob jede oder jeder Betroffene eine eigene Karte erhält oder ob beispielsweise nur eine Bezahlkarte pro Familie ausgegeben werden soll. 

Klar ist: Das Guthaben soll nur im Salzlandkreis eingelöst werden können. Davon solle auch die regionale Wirtschaft profitieren, hieß es in der Beschlussvorlage. Zudem soll es nicht möglich sein, Geld ins Ausland zu überweisen.

Der Salzlandkreis ist mit dem Beschluss vorgeprescht. Der Landkreistag Sachsen-Anhalt hat stets für eine einheitliche Lösung in Sachsen-Anhalt geworben. Im Land gibt es eine Arbeitsgruppe, die die Einführung der Bezahlkarte vorbereitet. Parallel dazu läuft ein gemeinsames Vergabeverfahren von 14 Bundesländern zur Auswahl eines Dienstleisters für das Vorhaben. Mancherorts kommt eine solche Bezahlkarte für Asylbewerber schon zum Einsatz, etwa in einigen Landkreisen in Thüringen.

Beschlussvorlage

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