Rasen, Beete & Insekten: Gartenarbeit im März: Die 5 wichtigsten To Dos vor dem Frühlingsanfang

Gemüsebeete, Insekten und der heilige Rasen sollten im März in den Fokus der Gartenarbeit rücken. Die fünf wichtigsten To Dos für eine nachhaltige und erfolgreiche Saison. 

Der März ist zweifellos einer der wichtigsten Monate der Gartensaison. Schneeglöckchen, Märzenbecher und Krokusse geben sich in vielen Schreber- und Vorgärten die Klinke in die Hand. Die ersten zartgrünen Blättchen schälen sich von wärmenden Sonnenstrahlen geküsst aus den Knospen. Kurzum: Der Winter schleicht sich und überlässt dem Frühling die Bühne. Spätestens jetzt sollten sich auch die schläfrigsten Schrebergärtner:innen kurz schütteln, die Ärmel hochkrempeln und im Garten aktiv werden. Doch wo anfangen? Warum der Rasen auf der Prio-Liste weit oben stehen sollte und welches Gemüse jetzt auf der Fensterbank vorgezogen werden muss, erklären wir in diesem Artikel. Die fünf wichtigsten Gartenarbeiten im März.

WOLF Garten Rasenmäher

Gartenarbeiten im März: Das Wichtigste in Kürze

1. Rasen pflegen (mähen & düngen)

Das heilige Grün sieht nach dem Winter in der Regel ein wenig gerupft aus. Damit der Rasen im Sommer wieder als Spiel- und Liegewiese herhalten kann, muss er im Frühjahr gewissenhaft gepflegt werden. Los geht’s mit dem Rasen düngen. Hierfür nutzt man im März am besten die organische Variante. Hund, Katze und andere Haus- und Gartentiere werden es Ihnen danken. Sie sind unsicher, ob Sie ihren Rasen kalken müssen? Bestimmen Sie hierfür am besten den pH-Wert des Bodens. Ist der Säuregehalt zu hoch, kann das Kalken sinnvoll sein. Übermäßiger Moosbefall deutet recht sicher auf einen eher sauren Boden mit einem pH-Wert von 5,5 oder darunter hin. Gewissheit bringt ein pH-Bodentest.

Bosch Vertikutierer

Im zweiten Schritt sollte der Rasen einmal mit einem Rasenmäher in Form gebracht werden. Wichtig: Mähen Sie die Wiese nicht direkt raspelkurz. Das macht die erschöpften Halme anfällig für Sonnenbrand. Vielleicht noch etwas wichtiger ist, dass Sie den Rasen vertikutieren, also lockern und lüften. Je nach Rasenfläche kann man das verfilzte Grün per Hand (hier ein Vertikutierroller von Wolf-Garten) oder mit einem Elektro-Vertikutierer bearbeiten. Gönnen Sie ihrem Rasen danach einige Tage Zeit zum Erholen. 

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2. Beete vorbereiten / Kräuter schneiden

Das Gartenjahr ist geplant und der Aussaatkalender liegt bereit. Dann wird es höchste Zeit, die Beete für die neuen „Mieter“ zu präparieren. Um eine erste Grundordnung herzustellen, sollte zunächst der Boden gewissenhaft mit einer Gartenhacke oder einem sogenannten Grubber aufgelockert werden. Anschließend Kompost, Hornspäne einarbeiten. Wie bei jeder Gartenarbeit gehören robuste Arbeitshandschuhe auch beim Beete vorbereiten zur Ausrüstung. 

Grubber

Viele Kräuter überstehen den Winter im Balkonkasten oder Kräuterbeet ohne größere Schäden. Im März steht aber auch hier ein kleiner Pflegeschnitt an. Kürzen Sie Rosmarin, Thymian & Co. mit einer scharfen Gartenschere um etwa ein Drittel. Nur so verzweigen sich die Pflanzen wieder wie gewünscht. 

3. Gemüse vorziehen

Bio-Aussaaterde torffrei

Wer früh sät, wird Leckeres ernten. Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Balkon schmeckt nicht nur subjektiv um Längen besser als die Produkte aus dem Supermarkt. Noch dazu ist das selbst angebaute Gemüse deutlich günstiger. Etwas Zeit und Geduld müssen Sie allerdings schon investieren. Einige Sorten sollten schon im Februar und März zu Hause vorgezogen werden. Dazu gehören etwa der Vitamin-C-Knaller Paprika (wie diese Bio Spitzpaprika), aber auch die beliebten Chili. Beide keimen eher langsam und sind auch in Sachen Wachstum nicht die Allerschnellsten. Sie benötigen also einige Wochen, um sich für die Zeit an der frischen Luft zu wappnen. Deshalb gilt: Paprika und Chili, die später als Freilandkultur ins Beet ziehen sollen, spätestens Anfang März in torffreier und mild gedüngter Anzuchterde aussäen. Und so geht’s.

Angefeuchtete Samen auf Zellstoff in eine Plastikschale (z.B. BioSnacky) legenmit einem Tuch abdecken (Paprika sind Dunkelkeimer)Alternative: Samen direkt in Anzuchterde bringen und leicht mit Erde bedecken (Tipp: Anzuchtkästen oder Anzuchtschalen mit Deckel verwenden)nach der Keimung Paprikapflanzen in den hellsten Raum der Wohnung stellen (ideale Temperatur: 17 bis 19 Grad Celsius)Pflanzen nach und nach in größere Töpfe umpflanzen (langsam steigern)an wärmeren Tagen (April/Mai) Pflanzen tagsüber ins Freie stellen (abends wieder rein)nach den Eisheiligen können die Paprika im Garten ausgepflanzt werden (z.B. in ein Hochbeet) 

Sie wollen ein Hochbeet selber bauen? Hier lesen Sie wie das geht und was man dafür braucht.

4. Erdbeeren frühlingsfit machen

Gardena Unkrautstecher

Erdbeerpflanzen gehören zu den robustesten Gewächsen, die man im Garten finden kann. Selbst klirrende Kälte kann den ausdauernden krautigen Geschöpfen kaum etwas anhaben. Ganz ungeschoren kommen aber auch sie im Winter nicht davon. Deshalb sollten Gärtner:innen den süßen Früchtchen im März etwas Gutes tun. Wichtigste Arbeit: Ableger und Ausläufer müssen abgeknipst werden, falls das im Herbst versäumt wurde. Zudem sollte das Erdbeerbeet mit einer kleinen Gartenhacke sorgfältig von Unkraut befreit und frischer Mist oder Kompost ausgebracht werden. Eine zusätzliche Mulchschicht ist kein Muss, kann aber als Kick ebenfalls noch aufs Beet. Schon ist der Weg frei für viele leckere Sommererdbeeren. 

Wie Sie einen Kompost anlegen, erfahren Sie hier.

5. Insektenhotel/Hummelkasten präparieren

wildtier herz Hummelhaus

Die allermeisten Gärtner:innen haben ein Herz für die Tiere. Im März sind es vor allem die summenden Flugkünstler, die unsere Aufmerksamkeit schätzen. Bienen, aber auch Hummeln werden langsam aber sicher aktiv. Besonders kritisch ist die Lage für befruchtete Hummelköniginnen, die schon ab Ende Februar verzweifelt nach Nahrung und Nistplätzen suchen, um ein neues Hummelvolk zu gründen.

Insektenhotel

Schattig und in Bodennähe sollte das Hummelhaus im Garten oder auf der Terrasse platziert werden. Wachsen dann noch ein paar Frühblüher in der Nähe stehen die Chancen gut, dass sich eine Hummelkönigin in dem Hummelhaus einquartiert. Auch eine Insektentränke ist sinnvoll.

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