Oscar-Verleihung: Das sind die jüngsten und ältesten Gewinner

Im Laufe der Oscar-Historie hat es schon zahlreiche Gewinner gegeben. Wer von ihnen hält die Rekorde als ältester und jüngster Preisträger?

In der Nacht auf dem 11. März steigt die 96. Ausgabe der Academy Awards. Fast so alt wie der Oscar selbst waren schon einige Preisträgerinnen und Preisträger, die den Goldjungen in Empfang nehmen durften. Doch auch manch Jungspund erhielt bereits die wichtigste Auszeichnung der Film-Industrie. Das sind die Rekordhalter als jüngste und älteste Oscargewinner.

Bester Hauptdarsteller

Der Rekord für den ältesten Hauptdarsteller ist noch jung: Anthony Hopkins (86) stellte ihn 2021 auf. Bei seinem Sieg für das Demenzdrama „The Father“ war der Waliser 83 Jahre alt. 83 Jahre und 115 Tage, um ganz genau zu sein. Hopkins ist damit auch der älteste Nominierte in dieser Kategorie und die älteste Person überhaupt, die in Schauspielkategorien gewann.

Der Rekord für den jüngsten Hauptdarsteller hat seit über 20 Jahren Bestand. Adrien Brody (50) war bei seinem Gewinn für „Der Pianist“ im Jahr 2003 erst 29 Jahre alt. Ein großer Abstand zum jüngsten Kandidaten, der je für einen Hauptdarsteller-Oscar nominiert war: Jackie Cooper (1922-2011) war ganze neun Jahre alt, als er 1931 für „Skippy“ ins Rennen ging.

Beste Hauptdarstellerin

Die bislang älteste Hauptdarstellerin war bei ihrem Sieg nur knapp jünger als Anthony Hopkins. Jessica Tandy (1909-1994) war 80 Jahre alt, als sie 1990 ihren Oscar für „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ abholen konnte.

Jüngste Hauptdarstellerin war Marlee Matlin (58). Mit 21 Jahren wurde sie für „Gottes vergessene Kinder“ ausgezeichnet. Als erste gehörlose Person, die einen Oscar gewann, stellte sie damit noch einen weiteren Rekord auf. Vor zwei Jahren zog Troy Kotsur (55) nach, Matlins Filmpartner aus „CODA“.

Bester Nebendarsteller

Schauspielveteran Christopher Plummer (1929-2021) war 82 Jahre alt, als er 2012 den Nebendarsteller-Oscar für „Beginners“ in Empfang nahm. Sechs Jahre später war der Kanadier erneut nominiert, ging für „Alles Geld der Welt“ aber leer aus. Damit ist er der älteste Mensch überhaupt, der in einer Schauspielkategorie nominiert wurde.

Eigentlich war es eher eine Hauptrolle, die Timothy Hutton (63) in Robert Redford Regiedebüt „Eine ganz normale Familie“ (1980) spielte. Dennoch gewann er hierfür den Nebendarsteller-Oscar, mit 20 Jahren als bis heute jüngster Darsteller. Danach ging es karrieretechnisch eher abwärts.

Hutton ist ein Senior gegenüber Justin Henry (52). Im zarten Alter von 8 Jahren wurde er für seine Nebenrolle als Scheidungskind in „Kramer gegen Kramer“ vorgeschlagen. Bis heute ist er der jüngste Mensch, der jemals für einen Oscar nominiert wurde.

Beste Nebendarstellerin

Peggy Ashcroft (1907-1991) war im Vergleich fast ein Jungspund, als sie 1985 für „Die Reise nach Indien“ den Nebenrollen-Oscar erhielt. Mit 77 Jahren ist sie die einzige Person unter den Rekordhaltern in den vier Schauspielkategorien unter 80.

Tatum O’Neal (60) ist nicht nur die jüngste beste Nebendarstellerin, sondern die jüngste Person, die je einen regulären Academy Award gewann. Der Ehren-Oscar, den Shirley Temple (1928-2014) mit sechs Jahren erhielt, zählt offiziell nicht. Tatum O’Neal gewann 1974 mit zehn Jahren für „Paper Moon“.

Beste Regie

Clint Eastwood ist mit 93 Jahren immer noch im Geschäft. Fast kein Wunder, dass er auch der älteste Regisseur ist, der je den Oscar gewann. Bei seinem Academy Award für „Million Dollar Baby“ war er 2005 74 Jahre alt.

Der jüngste Gewinner in der Regiekategorie ist Damien Chazelle (39). Er war 32 Jahre alt, als er für „La La Land“ gewann. Nach dem Maßstab der Schauspielkategorien fast ein Rentner.

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